Sonderbehälter sind individuell entwickelte Behälter, die für spezifische Anforderungen konzipiert werden und nicht durch standardisierte Bauweisen abgedeckt werden können. Sie entstehen aus besonderen Prozessbedingungen, Medienanforderungen oder konstruktiven Randbedingungen.
Typische Auslegungsparameter:
- projektspezifische Geometrie und Bauweise
- Kombination mehrerer Funktionen in einem Behälter
- angepasste Werkstoffe und Ausstattungen

Technische Definition und Funktion
Sie werden eingesetzt, um:
- Standardbehälter (z. B. Lagertanks, Prozesstanks, Druckbehälter) nicht ausreichen
- mehrere Funktionen in einem System kombiniert werden müssen
- besondere Anforderungen an Medium, Prozess oder Einbausituation bestehen
Im Gegensatz zu standardisierten Behältern steht hier nicht ein klar definierter Anwendungsfall, sondern die individuelle technische Lösung einer spezifischen Aufgabenstellung im Fokus.

Typische Einsatzbereiche
Sonderbehälter werden eingesetzt für:
- Medien mit besonderen physikalischen oder chemischen Eigenschaften
- Anwendungen mit komplexen Prozessanforderungen
- Kombination von Lager-, Prozess- oder Druckfunktionen
- Anlagen mit speziellen baulichen oder räumlichen Bedingungen
- Systeme mit erhöhten Anforderungen an Integration und Schnittstellen
Die konkrete Ausführung richtet sich nach:
- Prozessanforderung
- Medium
- Betriebsbedingungen
- Platzverhältnissen und Integration

Technische Auslegung & Optionen
Materialien
- Edelstahl in unterschiedlichen Legierungen
Betriebsparameter
- Auslegung für Druck, Temperatur oder Kombinationen daraus
- Berücksichtigung komplexer Lastfälle
- Auslegung auf Korrosion, Abrasion oder spezielle Medienanforderungen
- Integration mechanischer und thermischer Funktionen
Ausstattungsoptionen
- Kombination verschiedener Systemkomponenten in einem Behälter
- Integration von Rührwerken, Wärmeübertragern oder Einbauten
- Isolierung und thermische Systeme
- Mess-, Steuer- und Regeltechnik
- komplexe Anschluss- und Schnittstellenlösungen
- Spezialgeometrien und Sonderkonstruktionen
Normen & Richtlinien (Auswahl, je nach Anwendung)
- PED
- ASME
- API
- ATEX
- projektspezifische Richtlinien und Kundenvorgaben
Die Normenauswahl erfolgt individuell auf Basis der Anforderungen.

Größen, Bauweisen und Fertigung
Sonderbehälter werden vollständig projektindividuell konstruiert und gefertigt.
Typische Merkmale:
- Anpassung der Geometrie an spezifische Anforderungen
- Kombination unterschiedlicher Bauweisen innerhalb eines Systems
- Bis Ø 7,5 m: einteilige Werksfertigung möglich
- Darüber hinaus: flexible Baustellenmontage
Die Fertigung erfolgt unter Berücksichtigung projektspezifischer Anforderungen und mit dokumentierter Qualitätssicherung.

Abgrenzung zu anderen Behältertypen
Lagertank: Statische Speicherung von Medien
Prozesstank: Durchführung von Misch-, Reaktions- oder Temperaturprozessen
Druckbehälter: Betrieb unter erhöhtem Druck oder Vakuum
Silo: Lagerung von Schüttgütern
Special vessel: individual solution for specific requirements
Technische Vorteile und Mehrwerte
- Individuelle Lösung komplexer Anforderungen - Anpassung an spezifische Prozess- und Anlagenbedingungen
- Integration mehrerer Funktionen - Reduzierung von Schnittstellen und Systemkomplexität
- Flexibilität im Design - Geometrie, Ausstattung und Materialien frei anpassbar
- Optimierte Anlagenintegration - abgestimmt auf bestehende Infrastruktur und Prozesse
- Auslegung nach spezifischen Normen und Vorgaben - Berücksichtigung projektspezifischer Anforderungen
- Langfristige Beständigkeit - geeignete Werkstoffwahl für anspruchsvolle Medien
Einsatz in verschiedenen Industrien
Sonderbehälter werden in unterschiedlichen Industrien eingesetzt – insbesondere dort, wo Standardlösungen die Anforderungen nicht vollständig abdecken.
Wählen Sie Ihre Industrie, um mehr über die jeweiligen Anforderungen zu erfahren:
- Lebensmittelindustrie
- Pharmaindustrie
- Chemische Industrie
- Petrochemische Industrie
- Schüttgutlogistik

