Tanks und Tankarten

Form folgt Funktion, oder: Der Tank muss zur Aufgabe passen

Bild4Bild5So unterschiedlich wie die einzelnen Prozesse in der Molkerei, so unterschiedlich sind auch die Konzeption und Ausstattung der eingesetzten Tanks. Wir kennen die komplette Prozesskette in der milchverarbeitenden Industrie genau und wissen, was unsere Kunden mit ihrem Tank oder Behälter im jeweiligen Prozessschritt vorhaben.

Unsere Lager- und Prozesstanks im Überblick:

  • Rohmilchlagertanks: Sie fassen bis zu 500.000 Liter Rohmilch und bevorraten diese hygienisch, sicher und fachgerecht, bis sie verarbeitet wird. Die Tanks sind in der Regel isoliert, besitzen einen schrägen Flachboden und können mit zahlreichen Funktionskomponenten ausgestattet werden.
  • Produkttanks: Bei ihrer Konzeption liegt der Fokus neben der Mess- und Regeltechnik vor allem auf dem passenden Rührwerk. Viele Molkereiprodukte ändern im Herstellungsprozess ihre Struktur, Viskosität und Zusammensetzung. Deshalb ist es möglich, in einem Produkttank mehrere unterschiedliche Mischertypen zu verbauen.
  • Aseptiktanks: Sie kommen bei der Herstellung von Produkten mit hohen Ansprüchen an mikrobiologische Sicherheit oder lange Haltbarkeit zum Einsatz. Aseptiktanks sind besonders druck- und vakuumfest. Ihre produktberührenden Oberflächen garantieren ein Höchstmaß an biologischer Sicherheit und geringem Reinigungsaufwand.
  • Tanks und Behälter für allgemeine Anwendungen: CIP-Tanks oder Zwischen- oder Lagertanks für Produkte sowie Betriebswässer.

Edelstahl als bewährter Werkstoff

Seit vielen Jahren sind rostfreie Stähle der bewährte Werkstoff für Anlagen in der Milch- und Nahrungsmittelindustrie. Deshalb fertigen wir unsere Lager- und Prozesstanks hauptsächlich aus Chrom-Nickelstahl 1.4301 oder 1.4404. Abhängig von den benötigten Eigenschaften verbauen wir auch andere Stähle, beispielsweise 1.4541 oder 1.4571. Aufgrund der hohen Anforderungen an die produktberührte Oberfläche verwenden wir überwiegend kaltgewalzte Stähle. Diese haben eine etwas höhere Festigkeit als ihr Ausgangsmaterial. Zudem ist ihre Oberfläche deutlich glatter. Ist eine höhere Wandstärke notwendig, werden die Stähle warmgewalzt. Diese haben eine rauere Oberfläche. Zur Produktion von Tanks und Behältern ist eine zusätzliche Oberflächenveredelung notwendig.

Durchgehendes Hygienic Design

Bild6Rechtsvorschriften oder auch Normen wie die ISO 14159 fordern eine durchgängig hygienische Ausführung sämtlicher Tanks, Behälter, Apparate und Komponenten in der Milchindustrie. Wir unterstützen Sie dabei, die strengen Hygienerichtlinien einzuhalten. Moderne Produktionsverfahren gewährleisten beispielsweise, dass alle Lager- und Prozesstanks produktberührend besonders glatte Oberflächen mit geringer Rautiefe aufweisen. Ist diese größer als der Durchmesser oder die Länge eines Mikroorganismus, kann dieser an der Oberfläche verbleiben und bei der Reinigung nicht oder nur mit höherem Aufwand ausgewaschen werden. Das bedeutet eine potenzielle Kontaminationsgefahr für das Produkt und steigende Reinigungskosten.

Durch zusätzliche Maßnahmen wie mechanisches oder elektrolytisches Polieren lässt sich die Rautiefe auf Werte zwischen 0,3 μm bis 0,4 μm weiter verringern. Im Zusammenhang mit einem durchgängigen Hygienic Design, das den Richtlinien des hygienischen Anlagenbaus nach EHEDG entspricht, garantiert dies maximale biologische Sicherheit bei geringem Reinigungsaufwand.


 

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