König-Brauerei baut effizientes Sudhaus mit Ziemann Holvrieka
Die König-Brauerei GmbH in Duisburg beginnt in Kürze mit dem Bau eines der nachhaltigsten Sudhäuser weltweit. „Der Neubau unseres Sudhauses ist der nächste wichtige Schritt im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit des Standortes Duisburg und ein weiterer Meilenstein im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie“, sagt Guido Christiani, Geschäftsführer der König-Brauerei. Die König-Brauerei arbeitet bei diesem Projekt mit der Ziemann Holvrieka GmbH zusammen, die das Sudhaus hinsichtlich höchstmöglicher Würzequalität, Energieeffizienz und Ressourcenschonung schlüsselfertig konzipiert und baut. „Besonders stolz macht uns die Tatsache, dass sich die König-Brauerei nach fast fünf Jahrzehnten Ziemann-Sudhaus erneut für unsere Produkte und Dienstleistungen entschieden hat. Denn bekanntlich kommen nur zufriedene Kunden zurück“, resümiert Florian Schneider, CCO der Ziemann Holvrieka GmbH.
Das neue Sudhaus soll 2027 in Betrieb gehen und die Energieeffizienz und den Ressourceneinsatz der König-Brauerei erheblich verbessern. Im Rahmen dieser umfassenden Investition werden die bestehende Malzanlage sowie die beiden Ziemann-Sudlinien der Baujahre 1976 und 1977 durch modernste Technologie komplett ersetzt. Dabei bleiben sämtliche vorhandenen Utilities sowie die Einbindung in das bestehende Energienetz weiterhin im Einsatz. Dieses umfasst beispielsweise den Bezug von emissionsfreier Abwärme aus dem Wärmeverbundnetz des integrierten Hüttenwerks der Thyssenkrupp Steel Europe AG. Die Heißwassergewinnung erfolgt aus der Abwärme eines hocheffizienten Blockheizkraftwerks.
„Die neue Anlage sorgt mit ihrer modernsten Technologie dafür, dass die König-Brauerei in Kombination mit ihrem zertifizierten Energiemanagementsystem international betrachtet eines der effizientesten und umweltfreundlichsten Sudhäuser betreiben wird“, sagt Dr. Matthias Baldus, Leiter Bierherstellung und Energie in der König-Brauerei.
40 Prozent weniger Energie, 20 Prozent weniger Wasser
Im Vergleich zur bisherigen Technologie reduziert das neue Ziemann-Sudhaus den Energieeinsatz in den Prozessen der Bierherstellung um bis zu 40 Prozent. Parallel dazu sinkt der Wasserverbrauch in der Brauerei durch die optimierten Prozesse im neuen Sudhaus noch einmal um fast 20 Prozent.
Konkret erreicht werden diese nachhaltigen Verbesserungen durch:
- eine neu konzipierte Malzanlage der Ziemann-Schwesterfirma Künzel,
- die Minimierung von Wärmeverlusten durch eine weitgehende Isolierung aller Gefäße, Leitungen und Behälter,
- die Wärmerückgewinnung über das innovative Ziemann-Konzept DeltaBrew sowie
- die Reduzierung des Wasserverbrauchs durch optimierte Prozessschritte bei der Würzeherstellung.
Extrem schonende Würzegewinnung
Hinzu addiert sich aus Sicht der Brautechnologen die extrem schonende Würzegewinnung dank der Sudhausinnovationen Colibri, Shark, Wortex und Lotus. Die Ergebnisse sind eine geringe thermische Belastung (TBZ), ein auf ein Minimum gesenkter Sauerstoffeintrag und optimierte Prozesszeiten – kurz: eine höchstmögliche Bierqualität. Weitere Highlights sind die Showroom-Ausführung mit geschliffenen, dichtgeschweißten Sudgefäßen als Podestlösung sowie eine Automatisierung mit Braumat und integriertem Energiemanagement zur Vermeidung von Lastspitzen.
Anforderungskatalog optimal umgesetzt
Neben diesen technischen Aspekten war die Einbindung in die bestehende Infrastruktur und Energieversorgung aufgrund der engen Platzverhältnisse eine echte Herausforderung. Diesen anspruchsvollen Anforderungskatalog hat Ziemann Holvrieka aus Sicht der König-Brauerei einfach am besten umgesetzt. „Wir freuen wir uns auf eine ebenso vertrauensvolle und zielgerichtete Zusammenarbeit bei der jetzt anstehenden Projektrealisierung“, sagt Florian Schneider abschließend.
Über König-Brauerei
Bereits seit Ende 2020 produziert die König-Brauerei klimaneutral. Möglich wurde dies durch die konsequente Vermeidung und Reduktion von CO₂-Emissionen sowie durch die Unterstützung zertifizierter Kompensationsprojekte für aktuell unvermeidbare Emissionen. Mit der Fertigstellung einer neuen Energieversorgung im Jahr 2024 und der engen Zusammenarbeit mit Tyssenkrupp Steel Europe und E.ON konnte der CO₂-Ausstoß der Brauerei um bis zu 75 Prozent gesenkt werden – ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einer der nachhaltigsten Brauereien Deutschlands.